Vom Berg der Gnade ins Tränental der katholischen Pfandleihe
Eine der bemerkenswertesten Inszenierungen der Biennale Arte 2024 findet sich abseits der Ausstellung in Giardini oder Arsenale im Palazzo Ca’ Corner della Regina am Canal Grande, der jetzt der Fondazione Prada gehört. Das Projekt „Monte di Pietà“ des Schweizer Künstlers Christoph Büchel bezieht sich auf das gleichnamige katholische Pfandleihhaus Monte di Pietà, das hier von 1834 bis 1969 die letzte Geldquelle armer und verarmter Venezianer war, ehe es selbst in Konkurs ging. Die italienische Bezeichnung ist mit katholischer Symbolik beladen: Ohne Akzent bedeutet „Monte di Pieta“ Berg der Gnade, mit Akzent als „Monte di Pietà“ wandelt es sich zum Pfandhaus.
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