Künstliche Intelligenz zieht ins Büro ein. / Illustration: DALL-E

Wenn Kollege K.I. ins Büro einzieht

Der untenstehende Artikel stammt von einer Künstlichen Intelligenz (KI) namens ChatGPT, auf Englisch geschrieben. KI-Kollege Google Translate hat ins Deutsche übersetzt, Duden Mentor hat das Korrekturlesen übernommen. Autor Helmut Spudich analysiert die von ChatGPT geschrieben Vorhersagungen und fragt: Ist das der Anfang vom Ende der schreibenden Zukunft – oder ein Neuanfang?

Mit fortschreitender KI-Technologie beginnen viele Unternehmen, KI-gestützte Tools und Systeme im Büro einzuführen, um Produktivität und Effizienz zu steigern. Aber obwohl diese Systeme bei bestimmten Aufgaben sehr effektiv sein können, können sie noch nicht die gesamte Bandbreite menschlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten replizieren. Infolgedessen wird der effektivste Einsatz von KI im Büro wahrscheinlich eine Kombination aus menschlicher und maschineller Intelligenz beinhalten, die zusammenarbeiten, um die Stärken des anderen zu ergänzen.

Ein Bereich, in dem das Büro von KI profitieren kann, ist die Datenanalyse und Entscheidungsfindung. KI-Systeme können große Datenmengen schnell und genau verarbeiten und dabei helfen, Muster und Trends zu erkennen, die für Menschen möglicherweise nicht offensichtlich sind. Beispielsweise kann ein KI-System Verkaufsdaten analysieren und die effektivsten Marketingstrategien identifizieren, oder es kann Kundenfeedback analysieren und allgemeine Themen und Probleme identifizieren.

In diesen Fällen kann das KI-System wertvolle Erkenntnisse und Empfehlungen für menschliche Arbeiter liefern, die dann ihr Fachwissen und Urteilsvermögen nutzen können, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Dies kann die Genauigkeit und Effizienz der Entscheidungsfindung verbessern und letztendlich zu besseren Ergebnissen für das Unternehmen führen.

Ein weiterer Bereich, in dem KI im Büro hilfreich sein kann, ist die Automatisierung von Routine- oder sich wiederholenden Aufgaben. Viele Bürojobs beinhalten eine große Menge an Dateneingabe und andere gering qualifizierte Aufgaben, die für menschliche Arbeiter zeitaufwendig und ermüdend sein können. Durch den Einsatz von KI-Systemen zur Automatisierung dieser Aufgaben können Unternehmen ihre menschlichen Mitarbeiter entlasten, damit sie sich auf komplexere und wertschöpfende Aufgaben wie Problemlösung und kreatives Denken konzentrieren können.

„Natürlich hat der Einsatz von KI im Büro seine Herausforderungen.“

Natürlich hat der Einsatz von KI im Büro seine Herausforderungen. Ein Hauptanliegen ist das Potenzial von KI-Systemen, Fehler zu machen oder Maßnahmen zu ergreifen, die für Menschen schädlich sind. Dies könnte passieren, wenn ein KI-System falsche oder voreingenommene Daten erhält oder nicht angemessen darauf ausgelegt ist, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Menschen zu berücksichtigen.

Um diese Risiken zu mindern, ist es für Unternehmen unerlässlich, die potenziellen Nachteile des Einsatzes von KI sorgfältig zu prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass ihre KI-Systeme verantwortungsbewusst und ethisch vertretbar konzipiert und implementiert werden. Dies kann die Entwicklung ethischer Richtlinien für die Verwendung von KI und die Gewährleistung beinhalten, dass KI-Systeme getestet und validiert werden, um sicherzustellen, dass sie genau und zuverlässig sind.

Eine weitere potenzielle Herausforderung für den Einsatz von KI im Büro ist das Risiko der Arbeitsplatzverdrängung. Da KI-Systeme immer fortschrittlicher werden und in der Lage sind, ein breiteres Aufgabenspektrum zu erfüllen, besteht die Gefahr, dass sie menschliche Arbeitskräfte in vielen Branchen ersetzen können, was zu Arbeitsplatzverlusten und möglicherweise zu einer Verschärfung der Einkommensungleichheit führt.

Um diese Bedenken auszuräumen, ist es wichtig, dass Unternehmen die potenziellen Auswirkungen von KI auf ihre Belegschaft berücksichtigen und Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass der Übergang zu KI fair und gerecht erfolgt. Dies kann die Bereitstellung von Schulungen und Unterstützung für Arbeitnehmer, die von KI betroffen sind, und die Unterstützung bei der Entwicklung neuer Fähigkeiten umfassen, die es ihnen ermöglichen, sich an einen sich verändernden Arbeitsplatz anzupassen.

ZUR PERSON. Sorry, aber ChatGPT – Autor dieser Geschichte – ist keine Person, sondern ein von OpenAI entwickeltes Computerprogramm. Es ist eine Variante des GPT-Sprachmodells (Generative Pre-Training Transformer), das menschenähnlichen Text in einem Konversationskontext erzeugen soll. ChatGPT wird mit einem großen Datensatz menschlicher Gespräche trainiert und ist in der Lage, angemessene Antworten auf Fragen zu generieren. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass ChatGPT ein maschinelles Lernmodell ist und keine persönlichen Gedanken, Gefühle oder Erfahrungen wie ein Mensch hat. Die Illustration zu diesem Beitrag wurde von DALL-E erstellt, eine Cousine von ChatGPT die Bilder statt Text generiert./

Über Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen von KI

Von Helmut Spudich

Der obenstehendes Artikel ist eine Geschichte über KI, geschrieben von KI-Kollegen ChatGPT auf Englisch, übersetzt von KI-Kollegen Google Translate und Korrektur gelesen von Kollegen Duden Mentor. Ist das die düstere Zukunft der schreibenden Zunft und von zahllosen „Knowledge Workers“?

Gut möglich. Ich wünschte, es gebe bessere Nachrichten für die Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrem Fachwissen Freude an der Arbeit haben und sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Doch halt, die (unmittelbare) Zukunft kann auch in rosigerem Licht gesehen werden.

Da ist zunächst der Stil dieses Artikels über KI im Büro. Durchaus geschliffen im Stil von Matura-Aufsätzen und Proseminar-Arbeiten. Und doch kein richtiger „Spudich“, zwar sachlich argumentiert, aber ein wenig seelenlos. Ich zögerte, meine Autorenzeile über den Text zu setzen, um den (hoffentlich) guten Ruf nicht zu beschädigen. Wahrscheinlich könnte das KI-System mit früheren Texten des Autors gefüttert werden, um dessen Stil zu verwenden – und durchaus kreativ weiterzuführen. 

Dennoch werden Lehrende und selbst ernannte Plagiatsjäger noch ihren Kummer mit Kollegen ChatGPT und Co. haben. Leicht kontrollierbares Copy & Paste bei Hausarbeiten gehört der Vergangenheit an: Denn KI ist längst so intelligent, auf ein und dieselbe Frage nicht zweimal dieselbe Antwort zu geben, auch wenn der Inhalt relativ konstant bleibt.

KI kann viel Routine übernehmen.

Weiters auf der Plus-Seite: KI kann viel Routine übernehmen, etwa bei der Recherche von Basisfakten für einen Artikel wie diesen. Für Google-Gründer Larry Page wäre künstliche Intelligenz „die ultimative Suchmaschine, die alles im Web versteht. Sie würde genau verstehen, was Sie wollten und Ihnen das Richtige geben. Davon sind wir jetzt noch weit entfernt. Dem können wir jedoch Schritt für Schritt näherkommen“. Dieses Zitat würde KI-Autor ChatGPT derzeit nicht finden, was das System auf Nachfrage freimütig zugibt. Womit der und dem Schreibenden erhalten bleibt, Rechercheergebnisse nach Prüfung in lebendigeren Text zu verwandeln.

Bei Übersetzungen – zumindest von Gebrauchstexten – werden Maschinen bald das Sagen haben. Worüber wir vor einigen Jahren ob unfreiwilliger maschineller Komik noch herzhaft lachen konnten hat einen hohen Grad an Perfektion erreicht. Menschliche Supervision ist (noch) empfehlenswert, aber die Arbeitsersparnis bleibt bedeutend. Die simple Rechtschreibprüfung von einst hat inzwischen sprechen gelernt, wie Apps wie Duden Mentor, LanguageTool (mehrsprachig) oder Grammarly (Englisch) zeigen.

Auf absehbare Zeit bleiben bestehende Schwächen von KI die größte Chance der menschlichen Kolleginnen und Kollegen im Büro. Chefinnen und Chefs postulieren gerne „Doing more with less“. KI kann uns helfen mit diesem Druck besser zurecht zu kommen und dabei sehr gute Ergebnisse abzuliefern. 

Danach wird es Zeit, die rosa Brille abzunehmen. Im Gegensatz zum letztlich begrenzten menschlichen Gegenüber lernt Kollege KI unermüdlich dazu. Das gern wiederholte Mantra, dass Digitalisierung immer neue, noch unbekannte Arbeitschancen eröffnen würden, ist Pfeifen im Walde. KI im Büro wird uns viel Arbeit abnehmen, und das ist gut so – vorausgesetzt, Arbeitnehmer erhalten ihren gerechten Anteil am Produktivitätsgewinn.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in DER STANDARD Karriere.

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