An artistic rendering of a man wearing Google Glasses

(Almost no) Humans in the Loop

Manager lieben “Deep Dives”, langwierige Powerpoints mit unzähligen Grafiken, um Problemen – pardon, Herausforderungen – auf den Grund zu gehen. Was liegt näher, als die Arbeit an Künstliche Intelligenz zu delegieren und daraus einen kurzweiligen Podcast zu machen? Am besten, von der KI auch gleich noch den passenden Blogbeitrag erstellen lassen. Bitte sehr (Auflösung am Ende).

(Almost no) Humans in the Loop: Google creates a podcast created from a blog posts created by ChatGPT, prompted by Helmut Spudich

Die Debatte über die Rolle der KI im Alltag: Hype, Hoffnung und Realität

„In einem aktuellen Interview mit Helmut Spudich, Wirtschaftsredakteur des *Standard*, diskutierte Wolfgang Fasching, PR-Manager von Google in Österreich, den aktuellen Stand und die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI). Das Gespräch beleuchtete die wachsende Debatte über die potenziellen Vorteile der KI gegenüber ihren Einschränkungen und Risiken. Während Fasching die Möglichkeiten der KI pries, blieb Spudich skeptisch und führte Beispiele für gescheiterte technologische Versprechen aus der Vergangenheit an.

Die Sicht des Skeptikers: Unerfüllte Versprechen und gefährliche Fallstricke: Helmut Spudich äußerte erhebliche Skepsis gegenüber der KI, insbesondere in Bezug auf ihre Zuverlässigkeit und Wahrhaftigkeit. Er verwies auf die Einschränkungen und Risiken, die mit aktuellen KI-Modellen verbunden sind, von denen bekannt ist, dass sie „halluzinieren“ oder ungenaue oder vollständig erfundene Informationen produzieren. „Wenn ein KI-System mit Sicherheit falsche Informationen generiert, ist das nicht nur ein kleiner Fehler – es kann ausgesprochen gefährlich sein, insbesondere wenn es in Bereichen wie Medizin oder Recht eingesetzt wird“, erklärte er.

Spudich verwies auch auf die Geschichte überbewerteter Technologien, die ihre Versprechen nicht einhalten konnten. Er erwähnte Google Glass, das vielbeachtete Augmented-Reality-Gerät, das letztendlich aufgrund von Datenschutzbedenken, eingeschränkter Funktionalität und mangelnder Akzeptanz bei den Verbrauchern in Vergessenheit geriet. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass vollautonome Fahrzeuge trotz jahrelanger Versprechen immer noch keine Realität sind. „Wir hören seit über einem Jahrzehnt von selbstfahrenden Autos, aber wir sehen sie immer noch nicht auf den Straßen“, sagte er und betonte, dass KI in der Vergangenheit zu viel versprochen und zu wenig gehalten hat.

Für Spudich dienen diese Beispiele als Warnung, dass KI einen ähnlichen Weg einschlagen könnte. Er stellte in Frage, ob KI mit ihren aktuellen Mängeln wirklich in den Alltag integriert werden kann, ohne erhebliche Probleme zu verursachen. „Die Tendenz der KI, irreführende Informationen zu generieren, bedeutet, dass sie menschlicher Aufsicht bedarf“, argumentierte er. „Wir können es uns nicht leisten, blind auf Maschinen zu vertrauen, die uns möglicherweise falsch informieren.“

Die Perspektive des Optimisten: Transformation von Arbeit und Gesellschaft: Wolfgang Fasching, Vertreter von Google, vertrat eine optimistischere Haltung zum Potenzial der KI. Er erkannte die von Spudich erwähnten Einschränkungen an, argumentierte jedoch, dass die KI bereits in vielen Bereichen ihren Wert unter Beweis stellt, darunter in der Medizin, der Forschung und bei alltäglichen Aufgaben. Laut Fasching hat die KI bemerkenswerte Fortschritte bei der Diagnose von Krankheiten, der Vorhersage von Patientenergebnissen und der Unterstützung von Forschern bei der Erkennung von Mustern in großen Datensätzen gezeigt, die für Menschen nahezu unmöglich zu erkennen wären.

„Denken Sie an die Möglichkeiten im Gesundheitswesen“, sagte Fasching. „KI kann Ärzte unterstützen, indem sie auf der Grundlage riesiger medizinischer Datenbanken Zweitmeinungen liefert, hilft, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen oder alternative Behandlungen vorschlägt. In der Forschung kann sie Entdeckungen beschleunigen, indem sie Daten in Stunden verarbeitet, deren Analyse menschliche Teams Monate dauern würde.“

Er räumte zwar ein, dass KI nicht ohne Mängel ist, betonte jedoch, dass sich die Technologie noch weiterentwickelt. „Wir befinden uns in den frühen Phasen der KI-Entwicklung“, bemerkte Fasching. „Wie bei jeder Technologie gibt es eine Phase des Ausprobierens. Der Schlüssel liegt darin, aus den Fehlern zu lernen und sich zu verbessern.“ Er argumentierte, dass die Fähigkeit der KI, bei Routineaufgaben zu helfen, Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu steigern, sie zu einem unschätzbaren Werkzeug für Unternehmen und Einzelpersonen macht.

Umgang mit KI-Halluzinationen und Zuverlässigkeitsproblemen: Einer der umstritteneren Punkte in der Diskussion war das Problem der KI-„Halluzinationen“ – Situationen, in denen die KI falsche oder irreführende Informationen generiert. Spudich sah darin ein Ausschlusskriterium für eine breitere Einführung der KI. „Wenn die KI nicht durchgängig genaue Informationen liefern kann, wie können wir ihr dann in Umgebungen mit hohem Einsatz vertrauen?“, fragte er.

Fasching betonte daraufhin, dass die KI als unterstützendes Werkzeug und nicht als Ersatz für menschliches Urteilsvermögen eingesetzt werden müsse. Er wies darauf hin, dass KI-Systeme typischerweise mit großen Datensätzen trainiert werden und die Daten manchmal falsch interpretieren können, was zu Halluzinationen führt. „Wir sind uns dieser Herausforderungen bewusst und es wird viel daran gearbeitet, KI zuverlässiger zu machen. Aber KI aufgrund dieser Probleme abzutun, übersieht den Fortschritt und das Potenzial, das sie birgt“, sagte er.

Googles Ansatz zur Verbesserung der KI-Zuverlässigkeit umfasst strengere Tests und die Einbeziehung von Feedback von Benutzern, um Algorithmen zu verfeinern. „Nur weil KI nicht perfekt ist, heißt das nicht, dass sie nicht nützlich ist“, bemerkte Fasching. „Denken Sie an die frühen Internetsuchmaschinen. Auch sie waren nicht perfekt, aber sie haben sich im Laufe der Zeit dramatisch weiterentwickelt.“

Lehren aus früheren Misserfolgen: Google Glass und autonome Autos: Spudichs Verweis auf Google Glass und autonome Fahrzeuge diente als warnendes Beispiel dafür, dass die KI-Entwicklung mit ähnlichen Rückschlägen konfrontiert werden könnte. Google Glass, das 2013 mit großem Tamtam eingeführt wurde, wurde als die Zukunft der erweiterten Realität vermarktet, konnte sich aber nicht durchsetzen. Es wurde zu einem Symbol unerfüllter Technologieversprechen.

Fasching räumte den Vergleich ein, argumentierte jedoch, dass sich KI in einem entscheidenden Punkt unterscheidet – sie ist nicht nur ein einzelnes Produkt, sondern eine grundlegende Technologie mit Anwendungen in verschiedenen Bereichen. „KI ist eher mit Elektrizität oder dem Internet vergleichbar als mit einem Gadget wie Google Glass. Es ist eine Allzwecktechnologie, die sich weiter verbessern und neue Anwendungen finden wird“, sagte er.

In Bezug auf autonome Fahrzeuge stellte Fasching fest, dass selbstfahrende Autos zwar noch nicht weit verbreitet sind, in der autonomen Fahrtechnologie jedoch erhebliche Fortschritte erzielt wurden. „Autonome Funktionen wie Spurhalteassistent und adaptive Geschwindigkeitsregelung verbessern bereits die Sicherheit auf den Straßen“, erklärte er. „Das vollständig autonome Auto ist vielleicht noch ein paar Jahre entfernt, aber die Reise hat bereits Vorteile gebracht.“

Der Weg nach vorn: Ein ausgewogener Ansatz: Die Debatte unterstrich die Bedeutung einer ausgewogenen Sichtweise bei der Entwicklung von KI. Sowohl Spudich als auch Fasching stimmten darin überein, dass KI ein enormes Potenzial birgt, sie waren sich jedoch nicht einig, wie vorsichtig die Gesellschaft vorgehen sollte. Während Fasching dafür plädierte, KI zu akzeptieren und ihre Integration in das tägliche Leben zu beschleunigen, forderte Spudich einen gemäßigteren Ansatz mit robusten Sicherheitsvorkehrungen.

„Es besteht kein Zweifel, dass KI in Zukunft eine Rolle spielen wird“, schloss Spudich. „Die Frage ist, ob wir uns von ihr bedingungslos leiten lassen oder sicherstellen, dass wir die Kontrolle behalten.“ Fasching hingegen glaubt, dass KI mit dem richtigen Rahmen die menschlichen Fähigkeiten deutlich verbessern und nicht ersetzen kann.

Wie die Diskussion zwischen Spudich und Fasching zeigt, bleibt die Zukunft der KI ein Diskussionsthema mit starken Argumenten auf beiden Seiten. Klar ist jedoch, dass die Gesellschaft im Zuge der Weiterentwicklung der KI ihre Vorteile und Herausforderungen sorgfältig abwägen muss, um sicherzustellen, dass die Technologie unseren Alltag verbessert und nicht beeinträchtigt.“

Lesen Sie immer das Kleingedruckte!

Das Gespräch zwischen Helmut Spudich und Wolfgang hat nie stattgefunden, auch wenn die Argumente so oder so ähnlich in einem realen Gespräch lauten könnte. Helmut Spudich ist kein Redakteur des Standard mehr (zugegeben: keine Erfindung der KI, sondern Teil des Prompts für ChatGPT), Wolfgang Fasching-Kapfenberger hingegen ist tatsächlich Googles PR-Manager in Wien. Er hat seine Zustimmung gegeben, das kleine Experiment zu veröffentlichen. 

Geschrieben, wenn auch ein wenig langweilig und nicht spu-like, wurde das Gespräch in Englisch von ChatGPT, die auch gleich den ganzen (plausiblen) Inhalt erfand – „Halluzinationen“ können also durchaus auf dem Boden der Realität bleiben. Die tadellose Übersetzung besorgte Google Translate, und den Deep-Dive-Podcast generierte Google NotebookLM. 

NotebookLM gibt es seit einiger Zeit, ein KI-Tool, um Recherchematerial (Texte, Videos, Weblinks) zu sammeln und daraus automatisch kürzere und längere Zusammenfassungen, Prüfungsfragen und ähnliches zu erstellen. Seit September 2024 erzeugt es daraus auch „Deep Dives“ Podcasts – die aufgrund der überzeugenden „Echtheit“ in kürzester Zeit zum virtalen Hit wurde.

„Deep Dives“ gibt es derzeit nur in Englisch, obwohl Tester behaupten das System bereits überlistet zu haben, damit es Französisch spricht – mir ist das nicht gelungen. Aber es ist nur eine Frage der (kurzen) Zeit, bis andere Sprachen verfügbar sind und die Stimmen von realen Personen zur Einspielung übernommen werden können. Mit anderen Worten: Ein Tsunami an Podcasts steht uns bevor. 

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