Auf die Glühbirne, fertig, los!

Die EU löst endlich unser wichtigstes Problem, den einheitlichen Stecker (oder ist es nur das Ladegrät? Die Berichte sind dazu ungenau) für das Handy. Das ist wohl der Ersatz für die Normierung des Traktorensattels, die 2012 vom Parlament bedauerlicher Weise abgeschafft wurde. Wie zuvor die Gurkenkrümmungsgradverordnung.

Hätten wir übrigens die Handystecker schon vor Jahren normiert, als die Debatte zum ersten Mal losging, dann könnten wir noch heute unsere bewährten Nokia-Klinkenstecker mit den ziegelgroßen Ladegeräten weiter verwenden, könnten damit keine Daten aufs Handy alias Smartphone übertragen und Nokia wär die ganze bedauerliche Schoße mit Apples iPhone erspart geblieben. Dessen Lightning Schnittstelle argumentierbar dem im Normierungsraum stehenden Micro-USB um wenigstens ein Lichtjahr voraus ist: In beiden Richtungen zum Anstecken, keine Minikontakte, die sich verbiegen können, sogar das Netzteil war seinerzeit als erstes das kleinste, und man kann dann auch jedes andere USB Kabel an dieses Netzteil (wäre das jetzt ein Ladegerät in EU-Lingo?) anstecken.

Aber das wäre Innovation durch Wettbewerb, denn auch Lightning ist sicher nicht das Ende der Geschichte — dafür aber erfüllt bald Micro USB diesen hegelianischen Traum. Es soll übrigens in der EU auch noch unterschiedliche Stromstecker und Spurweiten bei Eisenbahnen geben. Aber das fällt nicht so auf wenn man fliegt und sich aus heißer Luft als Energiequelle speist.

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